Entzündungen der Harnwege und der Geschlechtsorgane

Entzündungen der Harnröhre, der Harnblase, der Nieren, der Prostata, der Samenblasen,der Hoden und Nebenhoden können verschiedene Ursachen haben und sich in vielfältigen Symptomen äußern: Brennen bei der Blasenentleerung, häufiger Harndrang, Schmerzen im Penis, in den Hoden, im Dammbereich oder in der Nierengegend, sichtbares Blut im Urin oder Ejakulat, hohes Fieber und Krankheitsgefühl.

In der Regel ist eine frühzeitige fachärztliche Diagnosestellung, Ursachenforschung und Therapie von höchster Wichtigkeit, da neben einer erfolgreichen somit ernste Ursachen eliminiert und schwerwiegende Folgeerkrankungen verhindert werden können. Von besondere Bedeutung ist hier, dass vor einer antibiotischen Therapie eine sorgfältige Diagnostik durchgeführt wird, um eine zielgerichtete, effiziente Therapie mit möglicht geringen Nebenwirkungen durchführen zu können.

In HIM können wir mit unserem speziell auf diese Erkrankungen ausgerichteten mikrobiologischen Labor zeitnah eine exakte Diagnostik durchführen. Dank regelmäßiger Qualitätskontrollen ist ein hoher Standard gewährleistet.

Besonders wichtig ist hierbei, dass mit Blick auf die Symptome und Ergebnisse der Erstuntersuchung die weiterführende mikrobiologische Diagnostik zielführend durchgeführt wird. Deswegen führen wir beispielsweise je nach ihrer individuellen Situation nicht belastende Abstriche von Harnröhre, Penis, After, Mundschleimhaut durch, untersuchen verschieden Urinportionen, das Ejakulat oder Prostatasekret.

Durch Geschlechtsverkehr übertragbare Erkrankungen

Unserer Ansicht nach ist es höchste Zeit das Tabu, das zu diesem Thema immer noch besteht, abzubauen. Dies ist durch einen offenen, nicht wertenden Umgang, eine sorgfältige medizinische Diagnostik und eine vertrauensvolle individuelle Beratung möglich.

Die Häufigkeit von Geschlechtserkrankungen steigt in Deutschland seit längerem an. Bestimmte Risikogruppen stehen hier besonders im Fokus.

Anderseits kann jeder sexuell aktive Mensch betroffen sein, ohne dies über viele Jahre oder Jahrzehnte zu wissen, da häufig nur geringe oder gar keine Beschwerden auftreten und somit die Gefahr einer unwissentlichen Weitergabe der Erkrankung besteht.

Eine frühzeitige Diagnose und Therapie verringert das Risiko von Komplikationen.

Bei Beschwerden bei Mann oder Frau im Genital- und Afterbereich oder im Unterleib, bei schmerzhafter und häufiger Blasenentleerung,  einem Ausfluss aus der Harnröhre oder der Scheide, Schwellungen in der Leiste und Hautveränderungen in der Anogenitalregion sollte auch immer an eine mögliche Geschlechtserkrankung gedacht werden.

Geschlechtserkrankungen müssen nicht immer, können aber sehr ernsthafte Folgen haben. Hier sind Unfruchtbarkeit, Verengungen der Harnröhre, chronische Unterleibsbeschwerden, verschiedene Krebserkrankungen beispielsweise von Gebärmutterhals, Penis, After, Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf zu nennen.

Eine Partnerdiagnostik sollte im Infektionsfall immer erfolgen.

In HIM verfügen wir über ein zeitgemäßes molekulardiagnostisches Labor, mit dem wir innerhalb kürzester Zeit die DNA-Bestandteile verschiedener Erreger von Geschlechtskrankheiten (durch eine PCR= Polymerase-Kettenreaktion) wie Chlamydien, Gonokokken, Trichomonaden oder humane Papillomviren (HPV) aus Abstrichen, Urin oder anderen Sekreten nachweisen können.

Bei Geschlechtserkrankungen, bei denen dies nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit einer Diagnosestellung über eine Blutentnahme (serologischer Nachweis).

Die meisten Geschlechtserkrankungen sind heute gut zu behandeln.

Sollte dies wie bei einer HPV-Infektion nicht der Fall sein, kann die Kenntnis davon dazu beitragen, die daraus entstehenden Risiken für sich und die Sexualpartner deutlich zu reduzieren.